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Marke Walther
Farbe Schwarz
Runden 12
Kaliber 0.24
Artikelgewicht 400 Gramm
Name des Teams Softair
Luftpistolen-Antriebsart Federkolben
Fassmaterialtyp Legierter Stahl
Rahmenmaterial Kunststoff
Hersteller Walther

1 Bewertung für Walther P99 schwarz mit 2 Magazinen

  1. Jaylin Hilpert

    Annäherung eines völligen Waffenlaien an die hiesige Walther P99Das Folgende soll ein kurzer erster Eindrucks- und Erfahrungsbericht mit der hier angebotenen Soft Air-Waffe Walther P99 von Umarex sein. Dabei bitte ich zu beachten dass 1. ich ein völliger Neuling im Umgang mit jeder Art von Schusswaffen bin, wenn man mal von Faschingsrevolvern mit Platzpatronen und Plastik-Erbsenpistolen absieht, und 2. die P99 zum Zeitpunkt des Verfassens dieses kurzen Berichts erst ein, zwei Stunden in meinem Besitz habe und bislang lediglich einen (1) Probe-Schuss mit ihr abgegeben habe. Da ich mir einbilde, nicht der erste und einzige komplett unbeleckte Kunde dieser Art zu sein, mag das Folgende vielleicht dennoch hilfreich sein.Auf das Angebot der P99 hier bei Amazon bin ich eher durch Zufall gestoßen, als ich einen Artikel über Schreckschusswaffen an anderer Stelle las. Der Umstand, dass ich als treuer Amazonkunde eine solche Waffe für gerade mal 20 Euronen hier erwerben kann, machte mich neugierig, und ich bestellte mir das Ding kurzentschlossen beim Drittversender Zeil24, der anstandslos und innerhalb von 3 Werktagen den Artikel lieferte.Bei der hiesigen P99 handelt es sich nicht um ein Originalprodukt aus der Waffenschmiede Walther. Vielmehr ist diese Waffe hier ein lizenzierter Nachbau durch die Fa. Umarex, die offenbar ein größerer Name auf dem Markt solcher Nachbauten ist. Aussehen und Dimensionen entsprechen meinem Verständnis nach der Original-Walther-Waffe.Die Waffe wird in einem (in meinem Fall) unverschlossenen bebilderten Pappkarton ohne Versiegelung geliefert (ich gehe zugunsten des Versenders Zeil24 gleichwohl davon aus, dass mein Exemplar kein Rückläufer und noch unbenutzt war). Die Packung enthält die eigentliche Waffe mit eingeschobenem leerem Magazin, ein weiteres Magazin aus klarem Kunststoff sowie ein Beutelchen mit kleinen weißen BB-Kügelchen von jeweils 0,12 Gramm, also der Munition.Der Verarbeitungs- und Qualitätseindruck ist für mich als Laien sehr überzeugend. Das Produkt ist zwar auf den zweiten Blick ersichtlich nicht aus Vollmetall gearbeitet, aber wirkt relativ schwer, sehr solide und wie aus einem Guss gefertigt.Als völliger Neuling bestand die erste Schwierigkeit darin, anhand der beigelegten und bebilderten Gebrauchsanweisung das Magazin aus dem Griff zu bekommen. Dazu muss man laut Anleitung einen Sicherungsschalter betätigen, der sich irgendwie, irgendwo in der Nähe des Abzugs befindet. Vielleicht bin ich ja tatsächlich ein wenig langsam im Denken, aber ich brauchte als jemand, der zum ersten Mal in seinem Leben eine solche Waffe in der Hand hielt, geschlagene 15 Minuten, um herauszufinden, dass man hier konkret einen Teil des Rings, in dem sich der Abzug befindet, unterhalb vom Abzug nach hinten versetzt, nach unten ziehen muss. Wer dann nicht zugleich die Hand unter den Pistolengriff hält, wird Zeuge, wie das Magazin aus dem Griff rutscht und lautstark (in meinem Fall) auf den vor mir befindlichen Holztisch poltert.Das Laden der Waffe ist auf zwei Arten möglich, abhängig vom verwendeten Magazin – das bereits in der Waffe befindliche kann bis zu 12 der kleinen weißen Munitionskügelchen aufnehmen, die man einzeln oben in das Magazin drückt. Das zweite, im Karton beigelegte Magazin nimmt offenbar bis zu 100 der weißen Kügelchen auf, die scheinbar einfach in das oben offene Magazin eingefüllt werden. Ich habe bislang nur das vorinstallierte, undurchsichtige Magazin benutzt, in das ich fünf oder sechs der Kugeln einzeln hinein drückte.Um mit der Waffe nunmehr zu schießen, muss sie zunächst entsichert werden. Dazu gibt es auf der rechten Seite der Waffe in der Nähe des Abzugs ein (zunächst etwas schwergängiges) kleines Hebelchen mit zwei Positionen – S für safe (gesichert), F für fire (schießbereit). In meinem Fall stand das Hebelchen scheinbar ab Werk auf F, allerdings war das Magazin in der Waffe aus dem Karton heraus noch nicht befüllt und die Waffe auch nicht durchgeladen.Zum Durchladen muss der obere Teil der Waffe (der Schlitten) mit einiger Kraft ganz nach hinten gezogen und dann wieder nach vorne geschoben werden. An der Rückseite erschient nun ein roter Punkt, der anzeigt, dass die Waffe – sofern entsichert – schussbereit ist.Der bislang einzige Schuss, den ich daraufhin mit meinem Exemplar abgab, war auf eine simple leere Papiertüte, auf die ich aus zwei Metern Entfernung schoss. Die Kugel durchschlug die Tüte wie Butter; wo sie dann hinflog, weiß ich bis jetzt nicht, aber vom akustischen Eindruck her wurde sie durch die Tüte kaum gebremst und prallte noch von diversen hinter der Tüte befindlichen Gegenständen und dem Boden weiter ab, bis sie in irgendeiner dunklen Ecke liegen blieb.Die Waffe gibt dabei einen lauten Knall ab und klingt für meine untrainierten Ohren definitiv wie eine echte Waffe.Ich hatte und habe keine Möglichkeit, die Mündungsgeschwindigkeit und den ‚impact‘ des Geschosses irgendwie objektiv zu messen, aber mein subjektiver Eindruck war und ist, dass man aus zwei Metern Entfernung so eine Kugel definitiv nicht ins Gesicht oder gar ins Auge bekommen möchte. Anhand der Kommentare und der Beschreibungen hier bei Amazon hatte ich ein wenig den Verdacht, das Ding sei eine optisch aufgemotzte Erbsenpistole – das ist sie nicht; sie geht zumindest subjektiv deutlich darüber hinaus, was die Feuerkraft angeht.Die P99 würde ich daher definitiv nicht als Spielzeug ansehen. Dass sie ‚frei ab 14 Jahren‘ ist, wundert mich zum jetzigen Zeitpunkt ein wenig – die Vorstellung, dass ein paar halbstarke männliche Pubertierende sich fröhlich mit dem Ding beschießen, scheint mir sehr ungut. Wenn ich einen 14jährigen Sohn hätte, dürfte er nur unter ständiger, strenger Beaufsichtigung eines seriösen und fachkundigen Erwachsenen mit der Waffe hantieren.Die Frage, ob die hiesige P99 ein probates Mittel zur Selbstverteidigung darstellt, lässt sich m.E. nicht objektiv abschließend beantworten. Echte Waffenfans, die richtige Handfeuerwaffen kennen, werden nur schmunzelnd abwinken. Doch aufgrund des sehr authentischen, realistischen Aussehens der Waffe (optischer Abschreckungseffekt) und der Wirkung, die vor allem ein Gesichtstreffer aus näherer Entfernung haben kann, ist die hiesige P99 sicher auch nicht als harmloses Spielzeug zu bewerten.In der Hoffnung, vielleicht anderen interessierten völligen Waffenneulingen einen halbwegs hilfreichen Eindruck von der hiesigen Pistole gegeben zu haben, schließe ich diesen getippten Monolog nun – danke fürs Lesen. :)NACHTRAG 9.2.16: mittlerweile bin ich tatsächlich dazu gekommen, noch ein paar mehr Schuss mit der Waffe abzugeben, und mein Urteil hat sich nicht geändert – die Waffe schießt hart genug, um gerade aus kurzer Entfernung eine echte Gefahr für andere darzustellen. Sie mag nicht in der Lage sein, Kleidung, spezielle Schutzbrillen oder auch blanke Haut zu durchdringen, aber einen Treffer gerade im Gesicht merkt man. Das durfte ich „Noob“ dadurch feststellen, dass ich auf eine leere PET-Getränkeflasche schoss, um zu sehen, ob eine Kugel da durchgeht. Ergebnis: Tut sie nicht, aber wenn man die Flasche richtig trifft, prallt das Geschoss ab und nimmt die gleiche Flugbahn zur Flasche hin wieder zurück – so habe ich es geschafft, mir durch 2 Sonntagsschüsse nicht nur einen, sondern gleich zwei Gesichtstreffer (Gott sei Dank nicht direkt ins Auge) zuzufügen. Alles okay, nix passiert, aber ich hab die Einschläge definitiv gemerkt und es hat auch weh getan. Wir lernen: die speziellen Schutzbrillen, die speziell für den Gebrauch solcher Waffen separat angeboten werden (auch hier bei Amazon), haben ihre Daseinsberechtigung.EDIT 2: Die Schussgenauigkeit der Waffe ist (zumindest bei meinem Exemplar) hervorragend. Über die Kimme kann man extrem zielgenau einen Schuss plazieren.EDIT 3: Der Schlitten bzw. Verschluss ist in der Tat, wie von manchen bemängelt, recht schwergängig beim Durchladen / Zurückziehen. Man muss schon ordentlich zupacken, weil die verbaute Feder ordentlich Spannung hat. Geht aber mit etwas Gewöhnung, und ich habe mir bislang auch noch keine Gliedmaßen beim Durchladen gequetscht (yay… 😉 ).Dennoch: Diese Waffe ist KEIN Spielzeug, ich kanns nur noch mal wiederholen! Also beim Umgang stets große Vorsicht walten lassen.UPDATE 18.4.2016: Mittlerweile habe ich meine Scheu vor der P99 abgelegt (erstaunlich, wie schnell man sich auch als völliger Neuling an so eine Waffe gewöhnt) und kann noch einige Punkte anfügen, auch wenn diese Rezi dann langsam Romanlänge annimmt ;-)(1) Die P99 ist in puncto Funktionstüchtigkeit sehr zuverlässig. Ich habe mittlerweile geschätzt 1500 Schuss mit ihr abgefeuert — ohne jegliche Funktionsstörung oder Fehlfunktion. Die Verarbeitungsqualität stimmt also ganz offensichtlich. Verwendet wurde allerdings ausschließlich Markenmunition von Umarex, und einmal abgeschossene Kugeln wurden *nie* ein zweites Mal benutzt (auch wenn die Kugeln auf den ersten Blick noch intakt aussahen — einmal geschossene Kugeln immer entsorgen).(2) Die P99 macht als Sportgerät (!) zum Zielschießen auf wehrlose Pizzakartons oder leere Versandkartons mit der Zeit richtig Spaß. Als Äquivalent zu ähnlichen Freizeitbetätigungen wie Dart-Pfeile werfen o.ä. ist sie somit durchaus eine nette Freizeitaktivität für verantwortungsvolle Erwachsene (Jugendlichen oder gar Kindern würde ich das Ding nach wie vor nicht unbeaufsichtigt in die Hand drücken).(3) Die Waffe *hat* einen Schlittenfang und sogar einen entsprechenden „Release“-Hebel, um den Schlittenfang wieder aufzuheben. Wenn man bei leerem Magazin durchlädt, bleibt der Schlitten in der hinteren Position stehen und zeigt so das Fehlen weiterer Munition im Magazin an. Wer dann ein volles Magazin nachlädt und den entsprechenden Hebel (nach hinten seitlich versetzt über dem Abzug) betätigt, schließt so den Schlitten wieder und die Waffe ist dann sofort geladen, ohne dass man manuell nachladen (den Schlitten manuell nach hinten) muss! Sollte man immer bedenken.(4) Die Zielgenauigkeit ist für so ein relativ billiges Teil selbst mit der empfohlenen, sehr leichten Munition (6 mm, 0,12 g Plastikkugeln von Umarex) wirklich gut. Je nach Drall der abgefeuerten Kugel gibt es zwar immer mal Ausreißer nach links, rechts, oben oder unten, aber die Mehrzahl der Schüsse geht auch dahin, wohin man mittels Kimme und Korn hin zielt.(5) Der anfangs sehr schwergängige Schlitten lässt sich mit zunehmender Zeit etwas leichter zurückziehen, ohne dass die Schusskraft gleichzeitig merklich leidet.(6) Die P99 hat eine Schussenergie von ziemlich genau einem Drittel Joule (0,33 J) und liegt damit im Rahmen des für diesen Waffentyp Erlaubten (maximal 0,5 J Schussenergie). Das Verwenden von schwerer Munition (z.B. 0,86 g Stahlkugeln) führt *nicht* zu einer höheren Durchschlagskraft der Waffe, da die Schussenergie von der Federenergie bestimmt wird — und da die Feder im normalen Gebrauch immer die selbe bleibt, ist durch das Verwenden anderer Munition als der empfohlenen keine Steigerung der Schusskraft zu erzielen. Tatsächlich ist die Durchschlagskraft umso schwächer, je schwerer die verwendeten Kugeln sind, da letztere schlicht langsamer fliegen als leichtere Munition. Die beste Schusskraft erreicht man somit in der Tat mit der leichtesten empfohlenen Munition (0,12 Gramm-Kugeln).UPDATE 18.4.2016 ENDE

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